Verkaufswoche
Nachdem wir in Woche Nr. 36 die zweite Woche in Folge einen Kaufüberhang sahen, kippte in der Berichtswoche die Waage in die andere Richtung: Es dominierten bezüglich des Handelsvolumens die Verkäufe. Vom Wochenumsatz in Höhe von 1,12 Mio. Euro entfielen lediglich 0,17 Mio. Euro auf Käufe, aber 0,96 Mio. Euro auf Verkäufe.
Aktien steuerten zum Gesamtumsatz 0,50 Mio. Euro bei, Fonds 0,43 Mio. und Anleihen 0,20 Mio.
1-Monats-Favoriten
| Die 5 meistgekauften Aktien der letzten vier Wochen | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | Rheinmetall AG | 703000 |
| 2. | Rolls-Royce Holdings PLC | A1H81L |
| 3. | Apple Inc. | 865985 |
| 4. | Zeta Global Holdings Corp. | A3CR1U |
| 5. | Crowdstrike Hold. Inc. | A2PK2R |
Der sechste Buchstabe des griechischen Alphabets …
… ist Zeta. Zeta Global ist ein US-Unternehmen, das eine cloudbasierte Plattform für KI-gestütztes Marketing betreibt. Mit dieser Namenswahl ist der vermuteten Griechenlandbegeisterung in der Führungsetage jedoch noch nicht Genüge getan. Denn im Zentrum von Zeta steht momentan der KI-basierte Marketing-Agent Athena (by Zeta).
Wir müssen uns hier allerdings korrigieren, denn Athena – Athene ist nur die eingedeutschte Form – ist als Göttin der Weisheit weiblich, so dass wir von KI-Agentin reden müssen. Athena ist in die Zeta Marketing Platform (ZMP) integriert und basiert auf fortschrittlichen Sprachmodellen von OpenAI.
Der Kurs der Zeta-Global-Aktie ist in den letzten 6 Monaten um 75 Prozent, im laufenden Jahr um 57 Prozent, über 5 Jahre um annährend 400 Prozent nach oben geklettert.
Am Freitag, 11. September, veröffentlichte der Ökonom Bert Hochfeld – er war u.a. Sell-Side-Analyst, Research-Unternehmer, Hedge-Fund-Manager und ist ein hochgeschätzter Seeking-Alpha-Kommentator für das IT-Segment – eine sehr ausführliche Analyse von Zeta Global bei Seeking Alpha („Zeta: A Bit Of A Dusty Corner That Shines In The Light“).
Er resümiert: „Trotz des schwierigen Branchenumfelds notiert Zeta bei einem moderaten EV/S-Verhältnis von 3,85; gepaart mit einer organischen durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 25 % und steigenden Free-Cashflow-Margen untermauert dies einen optimistischen Ausblick.“
3-Monats-Favoriten
| Die 5 meistgekauften Wertpapiere der vergangenen drei Monate | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | Apple Inc. | 865985 |
| 2. | Rolls-Royce Holdings PLC | A1H81L |
| 3. | Rheinmetall AG | 703000 |
| 4. | SAP SE | 716460 |
| 5. | Xtrackers II EUR Over.Rate Sw. 1C | DBX0AN |
Rolls Royce – SMR
Rolls-Royce Holdings plc ist vor allem dafür bekannt, Triebwerke und Komponenten für die zivile und militärische Luftfahrt herzustellen. Weniger bekannt ist, dass der Konzern auch im Schiffbau und in der Energietechnik aktiv ist. Schließlich ist die Holding mit einer Mehrheitsbeteiligung indirekt – d.h. über Rolls-Royce plc, das ist die Hauptgesellschaft für Luftfahrt – mit derzeit knapp 58 Prozent an Rolls-Royce SMR Limited beteiligt.
SMR steht für Small Modular Reactors, also für kleinere Kernreaktoren (50 – 300 MW), die aus standardisierten Modulen zusammenmontiert werden. Das derzeit projektierte Rolls-Royce-Modell soll 470 MW Leistung liefern, was für einen SMR schon sehr groß ist. Vielleicht wäre die Bezeichnung MMR besser.
Dabei setzt Rolls Royce auf die konservative Druckwassertechnologie und greift hierfür auf die eigene Expertise zurück, die man als Lieferant der Nuklearantriebe für britische U-Boote seit 60 Jahren gemacht hat.
Man könnte meinen, dass Innovation auf diesem Feld anders aussieht. Ein Teil der SMR – der medial naturgemäß mehr Aufmerksamkeit erhält – verfolgt Konzepte der Generation IV, die sich als inhärent sichere Alternativen zu jener lange dominierenden zivilen Kerntechnologie verstehen, deren Geburt aus dem Reaktorbauch des U-Boots erfolgte.
Aber es geht hier für Rolls-Royce nicht ums Experimentieren, sondern wohl vor allem um Nutzung vorhandener Kompetenzen, um Optimierung für die tayloristische „Massen“-Produktion (Reaktoren-Anzahl zumindest im unteren zweistelligen Bereich), um Tempo und um Wirtschaftlichkeit.
2025 wurde eine Kooperation mit Siemens Energy für die Turbinen– und Generatoren-Technik vereinbart. Am 3. September 2026 wurde diese Kooperation im Hinblick auf die ersten drei SMR konkretisiert, wobei die Siemens-Energy-Komponenten im Siemens-eigenen Werk in Newcastle upon Tyne hergestellt werden sollen.
