Leich­ter Kauf­über­hang

Die Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen unse­res Depo­t­aus­schnitts der Woche Nr. 20 setz­ten mit ihren Trans­ak­tio­nen 1,04 Mio. Euro um. Davon ent­fie­len 0,64 Mio. Euro auf Käufe und 0,40 Mio. Euro auf Ver­käufe. Die­ser Kauf­über­hang auf aggre­gier­ter Ebene dif­fe­ren­zierte sich in Kauf­über­hänge bei Aktien und Fonds und einen Ver­kaufs­über­hang bei Anlei­hen.

Die Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen unse­res Aus­schnit­tes setz­ten mit ihren Akti­en­käu­fen und –ver­käu­fen in der Woche vom 11. bis 15. Mai 0,69 Mio. Euro um. Der Wochen­um­satz im Fonds­seg­ment betrug 0,19 Mio. Euro und im Ren­ten­seg­ment waren es 0,16 Mio. Euro.

3-​​Monats-​​Favoriten

Die 5 meist­ge­kauf­ten Wert­pa­piere der ver­gan­ge­nen drei MonateWKN
1.Nex­tera Energy Inc. A1CZ4H
2. Schlum­ber­ger N.V. (Ltd.) 853390
3. Alpha­bet Inc. –C– A14Y6H
4.NVI­DIA Corp. 918422
5.Rhein­me­tall AG 703000

Zwei­fel am Nut­zen oder Ein­stiegs­ge­le­gen­heit?

Die Aktie von Rhein­me­tall hat im bis­he­ri­gen Jah­res­ver­lauf rund 24 Pro­zent ein­ge­büßt und steht aktu­ell (19.05.) bei 1.215 Euro.

Am Don­ners­tag der Berichts­wo­che ver­öf­fent­lichte Bern­stein Rese­arch eine Stu­die, in der Ana­lyst Adrien Rabier das Kurs­ziel für die Rheinmetall-​​Aktie von 2050 auf 1900 Euro senkte, unter Bei­be­hal­tung einer „Outperform“-Bewertung. Rabier kon­sta­tiert, dass sich die Anle­ger­stim­mung für viele Rüs­tungs­werte zuletzt deut­lich ver­schlech­tert habe.

Einen Grund sieht er in der zuneh­men­den Skep­sis am Markt bezüg­lich des mili­tä­ri­schen Nut­zens her­kömm­li­cher (aber immer noch als non plus ultra bewor­be­ner) und teu­rer Waf­fen­sys­teme ange­sichts der Ver­füg­bar­keit bil­li­ger und wirk­sa­mer Droh­nen in jün­ge­ren Krie­gen. Zu ergän­zen wäre: Zumin­dest solange sie unter einem Eska­la­ti­ons­de­ckel aus­ge­foch­ten wer­den, der sich frei­lich ver­schie­ben kann.

Man kann hier nun ein­wen­den, dass am Markt Nicht­mi­li­tärs domi­nie­ren, die sich unter­schied­lich infor­mie­ren. Aber wenn sich in einem Krieg wirk­lich eine Revo­lu­tion der mili­tä­ri­schen Ange­le­gen­hei­ten abzeich­net, ist häu­fig der Kennt­nis­vor­sprung vie­ler Exper­ten ver­rin­gert – oder kehrt sich punk­tu­ell sogar um, weil Laien nicht durch ver­al­te­tes Fach­wis­sen befan­gen sind und kaum in sunk-​​cost-​​Fallen sit­zen.

Dar­über hin­aus füh­ren der­zeit viele Ana­lys­ten spe­zi­ell im Hin­blick auf Rhein­me­tall die ent­täu­schen­den Zah­len für das erste Quar­tal an. Am Mon­tag der Berichts­wo­che mein­ten aller­dings die Rüstungs-​​Analytiker von War­burg Rese­arch, dass bei genaue­rem Hin­se­hen allzu viel Skep­sis nicht gerecht­fer­tigt sei. Den­noch senkte auch diese Gruppe das Kurs­ziel für die Rheinmetall-​​Aktie von 1700 auf 1550 Euro, stufte sie aber zugleich von „Hold“ auf „Buy“ hoch und schätzte damit den aktu­el­len Preis als Ein­stiegs­ge­le­gen­heit ein.

1-​​Monats-​​Favoriten

Die 5 meist­ge­kauf­ten Aktien der letz­ten vier Wochen WKN
1.Nestlé S.A. A0Q4DC
2.Micro­soft Corp. 870747
3. Wal­mart Inc. 860853
4.Berk­shire Hat­ha­way Inc. B A0YJQ2
5.Arista Ne Rg A40V33

Berk­shire Hat­ha­way: Mit KI-​​Strategie zum Erfolg

Bei Finan​zen​.net war am 14.5. unter der Über­schrift „Lek­tio­nen aus Ver­lus­ten: Wie War­ren Buf­fett Fehl­in­ves­ti­tio­nen zur Wei­ter­ent­wick­lung nutzt“ zu lesen: „War­ren Buf­fett unter­schei­det sich von vie­len Inves­to­ren durch sei­nen offe­nen Umgang mit Fehl­ent­schei­dun­gen.

Er sieht Ver­luste nicht als Makel, son­dern als unver­zicht­bare Erfah­rungs­werte. Statt Fehl­griffe zu leug­nen oder zu rela­ti­vie­ren, ana­ly­siert er sie öffent­lich und zieht dar­aus Kon­se­quen­zen für seine künf­ti­gen Invest­ments. … Diese Fähig­keit, eigene Fehl­ein­schät­zun­gen zu erken­nen und aktiv dar­aus zu ler­nen, ist ein zen­tra­les Ele­ment sei­nes lang­fris­ti­gen Erfolgs.“

Es ist bemer­kens­wert, dass das extra betont wer­den muss. Gerade heute, in Zei­ten der KI. Denn KI macht genau das Glei­che: Aus Feh­lern expli­zit und offen zu ler­nen. Das bedeu­tet, Feh­ler nicht zu mei­den, son­dern sie in einem ers­ten Schritt (2., siehe unten) zu lie­ben. Aber die Liebe zu ihrer Ver­rin­ge­rung im nächs­ten Schritt (3.) sollte noch grö­ßer sein.

Genau die­ses Erfolgs­re­zept von Buf­fett ist auch das Erfolgs­re­zept der rezen­ten KI, die ope­ra­tiv die fol­gen­den Sequen­zen immer wie­der durch­läuft: 1.) Schät­zen (Vor­wärts­lauf) eines Gewichts; 2.) Mes­sung und Feh­ler­be­rech­nung (Feh­ler­funk­tion); 3.) Berech­nung des Dif­fe­ren­tial­quo­ti­en­ten (Gra­di­en­ten­ver­fah­ren), um zu sehen, in wel­che Rich­tung die Ver­klei­ne­rung des Feh­lers am bes­ten erfolgt; 4) Anpas­sung (Back­pro­pa­ga­tion), indem das zu kor­ri­gie­rende „Gewicht“ ent­spre­chend ver­än­dert wird. Im nächs­ten Zyklus star­tet man wie­der von vorne.

Das ist KI, das ist Buf­fett, das ist das Geheim­nis der lang­fris­ti­gen Aktienkurs-​​Entwicklung von Berk­shire Hat­ha­way – wenn man dem Arti­kel und unse­rer Inter­pre­ta­tion folgt.